DIE GESCHICHTE DES SANKTUARIUMS DER GIDLER GOTTESMUTTER

Im Jahre 1516, gleich vor dem ersten Maisonntag, hat ein Gidler Bauer, Jan Czeczek, eine 9 Zentimeter grosse Steinfigur der Gottesmutter mit dem Jesuskind auf dem Arm ausgepflügt. Zuerst bewahrte man sie in der Pfarrkirche auf und dann in einer kleinen Kapelle, dort wo sie gefunden wurde. Diese heilige Stätte begann durch viele Gnaden und Wunderzeichen bekannt zu werden.

Im Jahre 1615 liess die Gutsbesitzerin Anna Dabrowska aus Rusocice den marianischen Dominikanerorden nach Gidle kommen, damit er die Seelsorge am hier entstandenen WALLFAHRSTORT übernehme. Unter Aufsicht von Jan Buszt aus Łowicz begannen die Dominikaner den Bau der prachtvollen Barockkirche in Gestalt eines Kreuzes mit drei Schiffen und zwei Türmen. Am 21. Mai 1656 wurde die geweihte Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Die Statue der Gottesmutter wurde in einer Seitenkapelle rechts vom Hauptschiff gestellt.

Die gegenwärtige Innenausstattung der Kirche erfolgte allmählich und ist am Ende des 18. Jahrhunderts beendet worden. Im Hauptaltar befindet sich ein Gemälde, das von dem bekannten Künstler Michal Stachowicz /1768-1825/ gemalt worden ist. Dieses Gemälde stellt Mariens Aufnahme in den Himmel dar.

Links vom Hauptschiff befindet sich die Kapelle des heiligen Hyacinth, der den Dominikanerorden in Polen gegründet hat. An den Pfeilern der Kirche befinden sich die Altäre des Heiligsten Namens Jesu, des Leidens Christi, der Schmerzensmutter und der dominikanischen Heiligen, unter anderen des heiligen Dominikus und des heiligen Thomas von Aquin.

Das Sanktuarium der Gidler Gottesmutter ist seit der Entstehung eine von vielen Pilgern besuchte Stätte, die hier beten und um Hilfe in ihren Leiden und Sorgen bitten. Sie erfahren hier häufig ungewöhnliche Gnade und Heilung. Davon zeugen die alten Votivtafeln aus dem 17. Jahrhundert, die an den Wänden der Kapelle hängen, und auch die gegenwärtigen Berichte.

Die offizielle Bestätigung des Marienkultes war die am 12. November 1922 durch den apostolischen Stuhl erlassene Krönungsverfügung der Statue. Am 19. August 1923 hat der Bischof Stanislaw Zdzitowiecki auf den Feldern in der Nähe des Klosters am Weg nach Niesulow die feierliche Krönung des Gnadenbildes vollzogen. Der Platz der Krönung wird durch eine Kapelle in Erinnerung gehalten.

Die Gidler Gottesmutter wurde aus der Erde gepflügt, darum ist sie zur Schutzherrin aller auf oder unter der Erde schwer arbeitenden Menschen – der Bauern und Bergleute geworden.

Die Wallfahrtsfeste der Gidler Gottesmutter:
der erste Sonntag im Mai
der erste Sonntag nach dem Fest des heiligen Hyacinth 1August/
der erste Sonntag im Oktober

 

Öffentliche Führung auf Deutsch ist möglich.
Ansprechpartner: Pater Marek Kosacz OP

 

Texte

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